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Brokkoli ist wohl das Lieblingsgemüse vieler Menschen. Zugegebenermaßen hege ich immer noch eine gewisse Abneigung gegenüber Nahrungsmitteln, welche zu „gesund“ schmecken. 😉

Das ist ein Grund, warum ich Brokkoli toll finde. Er schmeckt ziemlich gut und ist zudem auch noch gesund. Als Gesundheitsfanatiker, wie ich es bin, fragt man sich dann natürlich wie gesund er denn nun wirklich ist, was ihn so gesund macht und wie man das Maximum aus ihm herausholen kann.

Auf der Suche nach Antworten bin ich auf einige Videos von Dr. Greger gestoßen, welche sich mit dem Thema auseinander setzen.

Einige Videos und 16 Studien später kann ich jetzt mit gutem Gewissen behaupten, dass Brokkoli tatsächlich verdammt gesund ist. Damit ihr nicht alles einzeln nachschauen müsst, habe ich hier einfach mal alles zusammengefasst und für die besonders Interessierten nochmal die Quellen verlinkt

Der Hauptgrund, warum Brokkoli so gesund ist, ist das Sulforaphan. Das ist ein Stoff, der durch ein Enzym gebildet wird, welches in der Regel beim Kauen bzw. Schneiden des Brokkolis freigesetzt wird. Sulforaphan ist ein starkes indirektes Antioxidans, was eig nur bedeutet, dass es selbst nicht antioxidativ wirkt, aber im Körper Prozesse in Gang setzt, welche dies tun.

Eine Reihe von Studien mit Sulforaphan ergaben, dass es gegen verschiedenste Krankheiten hilft bzw. präventiv wirkt. So schützt es z.B. unser Gehirn vor Alzheimer und Co., schützt vor grauem Star, beugt Krebs vor und kann Krebs bekämpfen. Außerdem wirkt es generell als Antioxidans und schützt somit auch unter anderem unsere DNA vor freien Radikalen.

Wie gesagt, die einzelnen Studien sind verlinkt, da es schlichtweg zu ausführlich geworden wäre alle einzeln zu beschreiben. Zusammenfassend kann man jedoch sagen, dass Sulforaphan schon fast eine Wunderwaffe gegen eine Vielzahl von Krankheiten ist.

So, jetzt stellt sich nur noch die Frage wie ich möglichst viel Sulforaphan aus meinem Brokkoli gewinne, denn wie bereits gesagt,muss dieser ja erst gekaut werden, um das sulforaphanbildende Enzym freizusetzen. Enzyme haben aber die doofe Eigenschaft nicht besonders hitzebeständig zu sein, wodurch dir der Konsum von gekochtem Brokkoli, selbst bei ausreichendem Kauen, relativ wenig bringt, da schlichtweg kein Enzym zur Synthese unseres Wundermittels mehr vorhanden ist. Aus diesem Grund habe ich dir jetzt eine Liste mit Möglichkeiten zusammengestellt.

 

ROH:

Man kann seinen Brokkoli natürlich roh essen. Das mag sich für einige vielleicht komisch anhören, aber möglich ist das 😉

 

HACK & HOLD:

Man kann den Brokkoli bereits vor dem Kochen kauen… ah ne das war ja oben… aber vor dem Kochen schneiden geht. In diesem Fall müsstest du nach dem Schneiden ca. 40 min warten. Danach kannst du den Brokkoli kochen, da die Enzyme bereits gearbeitet habe, also Sulforaphan schon gebildet wurde.

 

SCHNELLKOCHTOPF:

Beim Kochen in einem Schnellkochtopf kommt es wohl, im Gegensatz zum normalen Kochen oder Dampfen, zu keinem signifikanten Verlust an Sulforaphan.

 

MIKROWELLE:

Ähnlich wie beim Schnellkochtopf jedoch sollte man den Brokkoli nicht länger als 2-5 min garen.

 

ENZYME NACH DEM KOCHEN HINZUGEBEN:

Hört sich vielleicht etwas komisch an, aber es ist eine sehr einfache Methode selbst aus gefrorenem Brokkoli noch Sulforaphan zu bekommen. Die Methode ist vermutlich sogar die unkomplizierteste. Man kann das Ganze auf zwei Arten machen. 1. Man gibt etwas Senfpulver bzw. gemahlene Senfkörner nach dem Kochen zu seinem Kohl. Wobei ich selbst noch nicht genau weiß, wo man das her bekommt, aber man braucht davon wirklich nicht viel. Ein viertel Teelöffel reicht eig aus. Oder 2. man isst ein wenig frischen Kohl zu seinem Essen. Das Enzym, welches Sulforaphan bildet, ist nämlich in allen Kohlgewächsen vorhanden und da man keine großen Mengen des Enzyms braucht und im Magen ohnehin alles zusammen kommt … 😀

 

Ich für meinen Teil habe beschlossen mich in näherer Zukunft auf die Suche nach Senfpulver zu machen, da das Enzym in diesem wohl auch hitzebeständiger ist.

Und damit möchte ich den Artikel auch beenden. Wie ihr seht, kann gesund leben ganz einfach sein  … Naja außer man legt es mal so richtig drauf an 😉

Hoffe, du hast noch einen schönen Tag und die nächsten Einträge werden kürzer… da bin ich eigentlich ganz zuversichtlich.

PS: Ich habe von meiner Mutter erfahren, dass man Senfpulver in jedem guten Gewürzregal und/oder in einer Drogerie finden kann.

Weitere Quellen:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22088277

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23109475

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19035553

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